Was wir von den Rastafaris lernen können

Kennt ihr die Ansichten und Ideale der Rastafaris in Jamaika?

Wenn ihr „Rastafari” hört, denkt ihr bestimmt an die Dreadlocks. Aber das ist nur ein äußeres Detail. Rastafari ist eine weltweit verbreitete Glaubensrichtung, die dem Christentum entsprungen ist und viele alttestamentarische Bezüge aufweist.

Die Dreadlocks der Rastas sind ein Symbol der Stärke und Kraft und sollen die Mähne des Löwen von Juda darstellen. Rastafarismus ist eine Lebens- und Glaubenseinstellung. Der Ursprung findet sich bei den aus Afrika verschleppten Sklaven, auf ihrem langen Weg, zur Freiheit und Identitätsfindung.

Der Begriff Rastafari leitet sich vom Prinzennamen des äthiopischen Kaisers Haile Selassie, nämlich Lija Ras Täfärí Mäkonnen ab. Die Rasta Bewegung lehrt die Göttlichkeit Haile Selassies. Etwa 24.000 der drei Millionen Jamaikaner*innen bekennen sich zum Rastafari-Glauben.

Rastafari ist eine weltweit verbreitete Glaubensrichtung

In Zusammenhang mit der Gründung der Rastafari-Bewegung in Jamaika steht Marcus Garvey. Garvey sagte die Krönung eines mächtigen schwarzen Königs in Afrika voraus. Die Krönung Haile Selassies zum Kaiser wurde als Erfüllung dieser Prophezeiung gewertet.

Rastafaris in Jamaika
Der Äthiopische Kaiser Haile Selassie (23. Juli 1892 bis 27. August 1975)

Viele der Rastas konsumieren gemeinsam auf rituelle Weise Cannabis (Ganja), das sie zum Meditieren oder zum Nachdenken oder um mit anderen zu debattieren, nutzen.

Rastas haben eine tiefe, spirituelle Denkweise und versuchen einen philosophischen Weg des Lebens zu gehen.

Die Ideale der Rastas:

1. Der Körper ist dein Tempel

Den Rastafaris ist es wichtig in einem gesunden Körper zu leben. Sie glauben an alles, was natürlich ist. Deshalb bevorzugen sie Ital Food, eine gesunde, natürliche und vegetarische Ernährung

Rastas glauben, dass sich der Mensch von der Schöpfung an, ausschliesslich durch Pflanzen und deren Früchte ernährte, weil sie ihm von Gott gegeben wurden.

Sie ernähren sich von Reis, Erbsen und den einheimischen Früchten (Orangen, Brotfrüchte, Ingwernüsse, Wassermelonen, Wegerich, Sternäpfel, Mangos, Papayas, Kokosnüsse, Bananen, Ananas).

Rastas würzen nicht mit Salz, sondern mit Pfeffer und anderen Gewürzen und trinken keinen Alkohol, sondern Wasser, Tee und Säfte.
Neben der gesunden Ernährung, mögen die Rastas auch keine unnatürlichen Handlungen an ihrem Körper und verzichten z.B. auf Tätowierungen, Zahnarztbesuche und Operationen.

2. Die Natürlichkeit ist der Weg

Ital ist die Rastafari-Diät. Ital leitet sich von I und vital = Lebenswichtig ab.
Eine Ernährung, die sich auf rein natürliche Lebensmittel konzentriert, die frei von „rotem” Fleisch und verarbeiteten Lebensmitteln ist.

Die Rastas befolgen das Gesetz Gottes und achten auf alles Leben um sich.
„Damit der Kopf denken kann, muß der Körper gesund sein” sagen die Rastas.

Rastas essen keine tierischen Produkte und Industrienahrung gilt als unrein.

Die meisten Rastafaris tragen die bekannten Dreadlocks und ungestutzte Bärte als Ausdruck ihrer Verbundenheit mit Gott. Die Dreadlocks sind ein Symbol für Naturverbundenheit und erinnern an die Mähne des Löwen von Juda.

Rastafaris in Kingston

3. Patois, ist die Sprache der Rastafaris

Die eigene Sprache, die Redefreiheit und die Kommunikation ist den Rastafaris sehr wichtig. Die jamaikanischen Rastafari sprechen das auf Jamaika übliche Patois. Die Sprache der Rastas besitzt darüber hinaus eine Reihe besonderer Wortbegriffe.

Das Hauptmerkmal dieser Begriffe ist, dass sie mit einem meist großgeschriebenen „I“ verfremdet wurden, das sowohl das englische Wort „ich“ als auch die Ziffer „eins“ des römischen Zahlensystems symbolisiert, die im Titel Haile Selassies vorkommt.

Bekannte Beispiele sind „I and I“ für „ich“ bzw. „wir“. Durch die Vermeidung des Ausdrucks „du“ (also „me and you“) soll die Einheit der einzelnen Individuen untereinander und mit Gott ausgedrückt werden.

Einige Wörter oder Wortteile werden auch durch ihr Gegenteil ersetzt.
Das auffallendste Beispiel ist das Wort „verstehen“ – englisch „to understand“ – das von den Rastafarians durch „to overstand“ ersetzt wurde, da sie das ursprüngliche Wort als erniedrigend empfinden.

4. Die Natur respektieren

Die Rastafarians respektieren und beschützen die Natur mit der Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren. Sie wehren sich gegen jegliche Umweltzerstörung und legen größten Wert darauf, die Balance zwischen ursprünglicher Natur und Mensch zu bewahren.

Da Rastas meist Selbstversorger sind, ist ihnen die Erhaltung der natürlichen Resourcen und der Schutz der Umwelt sehr wichtig. Pflanzen und Kräuter sind nicht nur Lebensmittel, sondern auch Medizin.

Rastafaris in Jamaika

5. Alle Menschen sind gleich

Die Rastafaris glauben daran, dass alle Menschen gleich sind. Alle Menschen sind die Kinder von Gott (Jah).

Rastafarismus ist nicht nur eine Religion, sondern auch eine soziale Bewegung oder eine Lebenseinstellung in der sich Menschen friedlich begegnen.

Das Ziel ist ein verständnisvolles Miteinander. Rastas leben in Gemeinschaften, wo sie in Freiheit, Frieden und mit Liebe im Herz leben können.

6. Besitz bringt kein Glück

Rastas sind gegen den Konsum. Sie glauben, dass materieller Besitz egoistisch macht und im Leben des Menschen eine innere Unruhe stiftet.

7. Liebe ist Alles

Die Liebe der Rastas wächst aus dem Inneren und ist romantisch, herzlich. Die Rastafaris lieben in der Regel ihre Partner und Mitmenschen mit jedem Teil ihres Wesens. Sie lieben mit Ehre, Frieden und Respekt und sind innerlich vereint und verbunden.

Rastafaris 1

8. Tue das, was du liebst

Die Rastafaris in Jamaika glauben, dass jeder so leben soll, wie er möchte. Sie wissen, dass es das beste für den Menschen ist, wenn er das tun kann was er liebt. Rastafarians glauben daran, dass sie auf der Welt sind, um Gott zu dienen. Kreativität, Freiheit und Unabhängigkeit ist den Rastas sehr wichtig.


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