Yeah mon – no problem

Ein Jamaika Reisebericht.

Jamaika ReiseberichtWer sich mit dem Reiseziel Karibik und mit einem Jamaika Urlaub beschäftigt, dem kommen schnell die Bilder aus der Bacardi-Werbung und aus den James Bond Filmen in den Sinn.

Ja, Jamaika hat fantastische Landschaften mit Bergen, Flüssen, Wasserfällen und bietet mit den tropischen Stränden und mit dem Reggae-Lifestyle ein ganz besonderes Urlaubsfeeling.

Wer dann die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes liest, denkt: Jamaika, da werden Touristen oft ausgeraubt, außerdem sollen die Bewohner dort sehr kriminell sein.

Denn die Kriminalität auf Jamaika ist statistisch gesehen ziemlich hoch. Diese findet allerdings zum allergrößten Teil intern unter den Jamaikaner statt. Aber es sind auch schon Urlauber beklaut und ausgeraubt worden.

Es ist schon ein kurioses Bild: Die abschreckenden Informationen von Kriminalität und gleichzeitig so viele positive Berichte und Bewertungen von Menschen, die schon einmal auf Jamaika waren. Wie kommt sowas?

Jamaika ReiseberichtEs kommt von den Statistiken, die nicht die lokalen Gegebenheiten berücksichtigen. Denn es ist ein großer Unterschied, ob sie sich in einem verarmten Stadtteil von Kingston oder in einer ländlichen Gegend aufhalten.

Also lassen Sie sich nicht verrückt machen: Nicht jeder Jamaikaner ist ein potentieller Krimineller, vor dem man sich in Acht nehmen muss. So ein Denken ist auch keine gute Basis, um ein fremdes Land zu bereisen und Begegnungen auf Augenhöhe zu erleben.

Die allermeisten Jamaika Urlauber fühlten sich zu keiner Zeit bedroht, wurden wirklich belästigt oder haben sich unwohl gefühlt. Viele haben vielmehr die Jamaikaner als ein sehr offenes, freundliches und liebenswertes Volk kennen gelernt.

So liebenswert sogar, dass die meisten gerne wieder nach Jamaika reisen möchten, um das ganz besondere Jamaika Feeling bei einer zweiten Reise, noch intensiver erleben zu können.

Schmuck und Wertsachen bitte zu Hause lassen:

Jamaika Reisebericht

Matthias Reulecke, Kingston

Dass man die Rolex bei einer Jamaika Rundreise besser zu Hause lässt, sich bei Dunkelheit oder alleine nicht in unsichere Gegenden begibt und auch sonst die bei Fernreisen üblichen Sicherheitsvorkehrungen trifft, sollte allerdings selbstverständlich sein.

Viele Jamaikaner müssen um ihr Überleben kämpfen. Da viele überhaupt keine Absicherung haben und der Verdienst oft nur für das tägliche Überleben reicht. So liegt es auf der Hand, dass Jamaikaner hier aktiv nach Einkommensquellen suchen müssen.

Und dann kommt der weithin erkennbare „Whity”. Ein Tourist ist ein Reicher. Natürlich versucht jeder Taxifahrer, lokal Guide, oder Obst- und Souvenirverkäufer etwas anzubieten.

Nicht selten ist es auch mit einem ehrlichen Interesse vermischt, etwas über den Fremden zu erfahren. Auf viele Touristen wirkt dieses Verhalten unhöflich, wenn man dauernd angesprochen oder angehupt wird.

Doch alle Touristen auf Jamaika sind Gäste und sie müssen sich auf eine andere Mentalität einstellen. Ein klares, freundliches und bestimmtes „No, thank you” reicht in der Regel, doch dann probiert, mit großer Wahrscheinlichkeit, sofort der nächste sein Glück.

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